Kaufberatung – Driver = Holz 1

Um die Auswahl beim Kauf eines Drivers einzuschränken haben wir Ihnen eine 5-Punkte Checkliste
zusammengestellt.


1: Welches Material ?

2: Welches Modell ?
3: Welche Form ?
4: Welches Loft ?
5: Welcher Schaft ?
6: Die Zukunft?

Welches Material ?

Ein Driver ist ein großvolumiges Holz 1 mit dem Sie bei langen Löchern vom Tee abschlagen. Die Größe des
Kopfes wird in Kubikzentimetern angegeben – 460cm³ ist das maximale erlaubte Volumen.
Fast alle heute hergestellten Driver haben einen Kopf aus Titanium und/ oder Kohlenfaser-Kompositmaterialien,
da diese leichter als Stahl sind und es so erlauben, einen großen Kopf mit großem Sweet Spot herzustellen. Sie
haben sehr dünne Schlagflächen, die bei Ballkontakt einen Trampolineffekt erzeugen, d.h. die Schlagfläche gibt
im Treffmoment leicht nach wodurch der Ball im Bruchteil einer Sekunde auf ein Maximum beschleunigt . Dies
sorgt für noch mehr Länge.

Welches Modell ?

Bekannterweise behaupten alle Hersteller, daß ihre Driver die längsten und fehlerverzeihendsten etc. etc. sind.
Tatsächlich handelt es sich bei den modernen Drivern von Top-Herstellern wie Callaway, TaylorMade, Ping,
Titleist und Mizuno um großartige Geräte. Und die Auswahl hängt dann von Aussehen und Gefühl, Budget und
Lieblingsmarke (wenn Sie eine haben – keine Sorge, wenn Sie keine haben) ab. Neben den Standard-Modellen
bieten heute manche Hersteller ‘Offset’, ‘Draw’ oder ‘Neutral’ Versionen an. Wir erklären, warum...
Die überwiegende Mehrheit aller Golfspieler spielt mit Slice (d.h., beim Rechtshänder geht der Ball unbeabsichtigt
nach rechts). Dies ist die Folge einer zu ‘offenen’ Schlagfläche (d.h. sie zeigt mehr nach rechts, als sie sollte).
Die Hände des Spielers sind im Treffmoment ‘hinter dem Ball’ und nicht ‘vor dem Ball’ wie bei einem guten
Schwung.

Die Hersteller versuchen dies auf zwei verschiedene Arten auszugleichen. Einerseits wird Gewicht so innerhalb
des Kopfes plaziert (normalerweise Wolfram), daß es Ihnen dabei hilft, den Kopf ‘geschlossener’ zu halten. Ein
Draw ist eine leichter Drall des Balles von rechts nach links – das Gegenteil vom Slice und viel erstrebenswerter.
Deswegen gibt es Draw erzeugende Driver. Die freundlicherweise von Callaway zur Verfügung gestellte Grafik
zeigt die Draw, Neutral und Fade Einstellungen des preisgekrönten Callaway FT-5 Drivers.


Viele Hersteller – besonders TaylorMade,Titleist, Mizuno oder Callaway ermöglichen es dem Spieler, die
Gewichtung selbst zu ändern. So kann der Spieler die Gewichtung des Schlägers ganz seinen persönlichen
Bedürfnissen anpassen – was die Adjustierbarkeit im Vergleich zu den werkseitig umgewichteten Schlägern auf
eine neue Stufe hebt. Natürlich können Sie die Einstellungen Ihres Drivers nicht während der Runde ändern
– aber wenn Sie in der einen Woche einen Platz haben, auf dem Ihnen ein Fade hilft, in der anderen Woche
aber einen, der eher mit Draw zu spielen ist, dann haben Sie so einen Driver, der für beide Optionen passt. Sie
bekommen quasi 3 Driver in einem – Draw, Fade und Neutralspielbare Driver!


Eine etwas radikalere Lösung für chronische Slicer ist, den Schläger so zu bauen, daß der Kopf etwas vom
Schaft abgesetzt (offset) ist. Das hat ebenfalls den Effekt, daß der Kopf weniger offen ist. Diese ‘Offset’-Driver
eigenen sich besonders für Spieler mit niedrigerer Schwunggeschwindigkeit, wie Damen und Senioren.

Welche Form ?

Nike Golf war die erste Golffirma, die mit ihrem Sumo Square Driver von der klassischen Driver-Form abgewichen sind. K.J. Chio war der erste Tour Pro, der den neuen Schläger auf der PGA Tour gespielt hat – und sorgte
damit für jede Menge Aufsehen. Bald darauf folgte Callaway mit den Schlägerserien FT-i und dem FT-iQ (unten
abgebildet).